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Pressemitteilung: Landwirtschaft und Agrarpolitik stehen vor wichtiger Weichenstellung

Mit dem Trecker bei Minister Hauk in Stuttgart

AbL fordert konkrete Maßnahmen für bäuerliche Betriebe, Tierschutz und Umwelt

 

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download Grundsatzpapier Nach der Wahl muss gehandelt werden!

 

Beitrag des Senders L-TV: http://www.l-tv.de/mediathek/video/2249.html

 

Stuttgart, 11.9.2017. Bei den Bundestagswahlen geht es auch um die Zukunft der Landwirtschaft und der Agrarpolitik. Das ist die Auffassung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). „Diese Wahl ist eine wichtige Weichenstellung: Weiter so mit dem rasanten Höfesterben oder konkrete Maßnahmen für bäuerliche Betriebe, Tierschutz und Umwelt“, so Bauer Wilfried Förster von der AbL in Baden-Württemberg. Förster ist heute mit einem Trecker vor das Ministerium in Stuttgart gefahren und hat ein agrarpolitisches Positionspapier an Minister Hauk überreicht.

Dazu erklärte die AbL-Landesvorsitzende Petra Müller: „Für die AbL wird bei den anstehenden Wahlen auch über die agrarpolitischer Zukunft abgestimmt. Es geht darum ob wieder mehr Menschen eine wirtschaftliche Perspektive in der Landwirtschaft haben und ob eine Landwirtschaft betrieben wird, die die notwendige Zustimmung der Zivilgesellschaft findet. Bund und Länder müssen bei den notwendigen Maßnahmen Hand in Hand arbeiten.“

Die AbL fordert u.a. folgende Maßnahmen:

1. Die Tierhaltung, insbesondere die Schweine- und Geflügelhaltung, muss umgebaut werden. Das kostet viel Geld und damit dürfen die Bauern nicht allein gelassen werden. Bund- und Landesregierung müssen ein befristetes Finanzierungsinstrument dafür schaffen und klare verständliche Qualitäts-Kennzeichnungsregeln verbindlich festlegen.

2. Der Agrarexport auf den Weltmärkten zu niedrigsten Preisen, u.a. in arme Länder der Welt, muss beendet werden. In den Agrarhandel sollen ausschließlich Qualitätsprodukte mit hoher Wertschöpfung gehen. Die Freihandelsabkommen, die Regelungen zu Gunsten der Agrarindustrie und zum Nachteil der Bauern festlegen, sind zu stoppen (z.B. Ceta, Jefta).

3. Der Milchmarkt braucht faire Regeln und Qualitätsorientierung. Statt durch steigende Erzeugungsmengen sehenden Auges in die nächste Milchpreiskrise zu schlittern, müssen Mengenreduzierende Maßnahmen unterstützt werden. Die AbL fordert eine Marktdifferenzierung durch Qualität- z.B. Weidehaltung, Langlebigkeit der Kühe, grasbetonte, kraftfutterreduzierende Fütterung.

4. Bodenpolitik für Bauern. Bund und Länder sollen nicht weiter den Bodenkauf durch außerlandwirtschaftliche Investoren beklagen, sie sollen ihn gesetzlich beenden. Nicht die flächenstärksten Betriebe sondern bäuerliche Betriebe und insbesondere junge Menschen, die sich in der Landwirtschaft eine Existenz aufbauen wollen, müssen ein Vorkaufsrecht erhalten.

5. Die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sind bundesweit sicher zu stellen. Die neuen Gentechnikverfahren sind als Gentechnik einzustufen und zu regulieren. Das Vorsorgeprinzip und die Saatgutreinheit sind zu gewährleisten. Die AbL schlägt einen Saatgutfonds vor, um eine gentechnikfreie, nachbaufähige Saatgutzüchtung zu fördern. Der Patentierung von Pflanzen und Tieren muss ein wirksamer politischer Riegel vorgeschoben werden.

6. Die zukünftige EU-Agrarpolitik muss sich an Leistungen für die Gesellschaft orientieren. Die bisherige EU-Agrarpolitik mit der völlig unakzeptablen Verteilung der Direktzahlungen – 85 Prozent der EU-Zahlungen gehen an 20 Prozent der Betriebe – ist grundlegend zu reformieren. Die AbL fordert, durch einen höheren Aufschlag auf die ersten Hektare und Qualifizierung sowie Staffelungen der Zahlungen bäuerliche Betriebe zu stärken. Die Qualifizierung soll durch ein Punktesystem erfolgen. Gefördert werden Betriebe, die u.a. Tiere artgerecht halten, Grünland nutzen, eine vielfältige Fruchtfolge mit einheimischen Eiweißpflanzen beachten, wirksame Maßnahmen zum Bienen-, Trinkwasser- und Klimaschutz anpacken und so einen aktiven Beitrag zur Artenvielfalt leisten.


 

 

 

AbL für differenzierte Diskussion über Anbindeställe in der Milchviehhaltung.

20. Juni 2017

Pressemitteilung

Positionspapier


 

 

Mitgliederversammlung - Neuer Vorstand gewählt

Es ist nicht einfach, neben der Arbeit auf dem eigenen Hof kontinuierlich ehrenamtlich aktiv zu sein. Aber in der AbL gibt es viele Mitglieder, die Lust haben, mitzumachen. Das ist der Vorstand, der im März 2017 gewählt wurde:

Brigitte Möhrle, Helga Oberwittler, Frieder Thomas (Geschäftsführer), Birgit Strohmeier (2. Vorsitzende), Franz Häußler (1. Vorsitzender), Gudrun Schmoll-Emperle, Wolfgang Hees (2. Vorsitzender), Rüdiger Mayer, Petra Müller (1. Vorsitzende), Martin Schäfer, Georg Glöckle,  Christina Scheel

Nicht auf dem Bild: Christoph Reichenbach 

 

 

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