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Pressemitteilung

AbL für differenzierte Diskussion über Anbindeställe
in der Milchviehhaltung.

Konstanz - Augsburg, 20. Juni 2017

Die Anbindehaltung von Milchkühen ist in die Schlagzeilen gekommen. Das Bundesland Hessen hat einen Vorstoß gemacht, die „ganzjährige Anbindehaltung“ zu verbieten. Handelsunternehmen greifen die öffentliche Debatte auf. Es gibt Überlegungen, Milch aus Anbindehaltung nicht mehr anzubieten.

Die Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft haben aus diesem Anlass ein eigenes Positionspapier zur Rinderhaltung herausgegeben. Die beiden Landesverbände unterstützen ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung mit strukturverträglichen Übergangszeiten, plädieren jedoch für eine Diskussion mit Augenmaß.

 Positionspapier zur Rinderhaltung: Die Diskussion um Stallformen greift zu kurz!  (429 KB)

Petra Müller, AbL-Vorsitzende in Baden-Württemberg betont, dass die Weidehaltung in der öffentlichen Debatte immer wichtiger wird. „Der Handel macht es sich zu einfach. Gerade die kleineren Höfe betreiben oft Weidehaltung; das ist keine ganzjährige sondern eine saisonale Anbindehaltung.“

Josef Schmid, Landesvorsitzender in Bayern weist auf Untersuchungen hin, nach denen Kühe in Betrieben mit Anbindung und Weide im Durchschnitt den besten Gesundheitszustand aufweisen.

Franz Häußler, Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, befürchtet, dass durch undifferenziertes Ausgrenzen der Anbindehaltung wichtige Themen wie artgerechte Fütterung,  naturgemäße Rinderzucht oder Überschaubarkeit von Bestandsgrößen aus dem Blick geraten. Es würden gerade die Betriebe benachteiligt, die sich bisher dem permanenten Wachstum und der Industrialisierung der Landwirtschaft entgegengestellt haben. „Wenn die Tierhaltung vollends in die Großbetriebe verlagert wird, wird der Wunsch nach Weidehaltung durch den Alibi-Laufhof ersetzt.“

Die AbL fordert Anreize für Stallumbauten, die auch ohne preissenkend wirkendes Wachstum möglich sein müssen. „Solange die Politik und die von ihr gestalteten Rahmenbedingungen aber auch die Wissenschaft und die von ihr geschulten Berater weiterhin das Wachsen als Grundrichtung propagieren, führt das System in die falsche Richtung. Die Leidtragenden sind die Bauern und Bäuerinnen und ihre Tiere“ sagt Edith Lirsch, Landesvorsitzende in Bayern.

Die AbL erkennt an, dass es in einigen Bundesländern - beispielsweise in Bayern - gute Ansätze gibt, um eine bäuerliche Agrarstruktur durch eine angepasste Förderpolitik zu erhalten. Diese guten Ansätze müssen anderswo – beispielsweise auch in Baden-Württemberg, wo es noch viele Betriebe mit Anbindehaltung gibt – aufgegriffen und weiter ausgebaut werden.


 

 

 

Mitgliederversammlung - Neuer Vorstand gewählt

Es ist nicht einfach, neben der Arbeit auf dem eigenen Hof kontinuierlich ehrenamtlich aktiv zu sein. Aber in der AbL gibt es viele Mitglieder, die Lust haben, mitzumachen. Das ist der Vorstand, der im März 2017 gewählt wurde:

Brigitte Möhrle, Helga Oberwittler, Frieder Thomas (Geschäftsführer), Birgit Strohmeier (2. Vorsitzende), Franz Häußler (1. Vorsitzender), Gudrun Schmoll-Emperle, Wolfgang Hees (2. Vorsitzender), Rüdiger Mayer, Petra Müller (1. Vorsitzende), Martin Schäfer, Georg Glöckle,  Christina Scheel

Nicht auf dem Bild: Christoph Reichenbach 

 

 

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